Nicht schlecht, Papa!

WERBUNG IN EIGENER SACHE...

 

Mensch, an Weihnachten ist ja immer was los. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht warum. Soll ja eigentlich schön besinnlich sein und was is'? Alles Stress.

Eltern sind genervt, Kinder hauen sich die Köppe ein und auf der Straße drehen auch alle durch. Schnell noch ganz viel kaufen, im Büro in 4 Wochen den Scheiß erledigen, den man 10 Monate vor sich hergeschoben hat und ... ach ja vielleicht noch ein bisschen die Bude aufräumen. Besser noch schnell was renovieren! Dem dahin dümpelnden Jahr schnell noch einen Sinn geben. Stempel aufdrücken. Stimmt! 2015 war doch das Jahr wo wir diese hässliche grüne Tapete in den Flur geklebt haben.

Wegen diesem ganzen "Trara" komme ich schon gar nicht mehr dazu, was in diesen furchtbar wichtigen Blog zu schreiben. Mir fällt eigentlich auch nichts ein. Dieser ganze Weihnachts-Kram lenkt einen ständig ab. 
Nun gut, habe ich mir gedacht, wenn ich nichts Sinnvolles zu berichten habe, dann mache ich wenigstens etwas Werbung. Wofür hat man schließlich so einen Blog.
Also Freunde, ja es stimmt, ich habe ein Buch geschrieben...

Müllmann müsste man sein

Sobald die Kinder unterwegs sind, ... ach was sag ich,... schon bevor man überhaupt weiß das die Kinder unterwegs sind, malt man sich aus, wie es wohl sein wird. Wie großartig das sein wird, wenn die Kinder dann mal da sind. 

Diese romantischen Vorstellungen variieren natürlich je nach Stand und Branche des betreffenden Elternteils. Wenn die Kinder dann wirklich da sind, dauert es kaum ein paar Tage bis man feststellt, dass alles ganz, ganz, anders sein wird, als man es sich vorgestellt hat.
Mein Vater ist zum Beispiel gelernter Maurer. Wahrscheinlich hat er damals davon geträumt wie er mit seinem Sohn irgendwann einmal gemeinsam auf der Baustelle stehen wird. Gemeinsam bauen. Stein auf Stein. Handwerken zu zweit. Vater und Sohn. Ein Projekt. Wie in der Hornbach Werbung. 
Was das angeht, habe ich meinen Alten sicherlich enttäuscht. Ich bin handwerklich die absolute Niete. Ich habe nicht nur zwei linke Hände, ich bin auch einfach zu doof. Ich habe nicht die leiseste Ahnung was eine Muffe ist oder was man mit einer Schmiege macht. Für mich sind das einfach nur lustige Wörter.
Aber warum soll es meinem Vater besser gehen als mir. Ich dachte ja, wenn die Kinder da sind, dann sitze ich abends mit meiner Gitarre an der Wiege und spiele bis die Süßen eingeschlafen sind und die jauchzen ihrem lieben Daddy zu: Komm Papi, spiel es noch einmal! Von wegen!
Als sie klein waren, haben sie immer nur geschrien und heute werden die oft richtig aggressiv wenn ich in die Saiten greife. Dann dauert es keine 5 Minuten und einer blutet. Papa, das tut mir in den Ohren weh!, ist eher noch einer der freundlicheren Kommentare. 
Und wer wurde stattdessen vergöttert: Der Müllmann! Wenn die vorbei fuhren dann war aber Ruhe in der Bude. Da standen sie alle ganz brav und ehrfürchtig am Fenster. Mein Müllmann, der Held! Fühlte sich fast so an, als sei man von der Frau mit einem anderen Mann betrogen worden. Pah...!

Endlich mal was richtig gemacht!

Was will man machen! Man findet sich ab. Wie so oft. 
Und nun ist Folgendes passiert: Ich habe also dieses Buch geschrieben! Man hat ja so seinen Lebensplan und dieses Projekt fehlte noch auf meiner Liste. Ich war da schon länger dran und nun habe ich es endlich mal durchgezogen. 

Nun ist es kein besonders dickes Buch und über die Qualität wird man ebenfalls streiten mögen. Ich finde es jedenfalls, ehrlich gesagt, gar nicht mal schlecht. Also habe ich es tatsächlich im Selbstverlag in einer Mini-Auflage drucken lassen.
Es handelt sich um eine Sammlung von Kurzgeschichten, die sich alle mehr oder weniger um das Thema Whisky drehen. Deshalb und weil es viele schlimme Wörter enthält, habe ich es Zuhause nicht allzu sehr an die große Glocke gehangen. 
Dann kam aber dieser Karton in dem die Bücher drin waren und meine Jungs waren sogleich zur Stelle. Sie wurden sehr schnell darauf konditioniert, dass in Paketen gute Dinge drin sein können (Lego zum Beispiel oder anderes Spielzeug).
In diesem Fall waren die Erben nun nicht völlig aus dem Häuschen, aber doch ehrlich beeindruckt: "Du hast ein Buch geschrieben, Papa?", fragte der Große ungläubig. Und der Jüngere fasste seine Gedanken mit einem geflüsterten "KRASS" zusammen.  

Tage später kommen Spielkameraden zu Besuch. Die Jungs weisen ganz cool auf den Karton mit den Büchern hin. "Übrigens da ist das Buch vom Papa drin! Der hat nämlich ein Buch geschrieben.", meint einer ganz beiläufig. Auch die Freunde nicken anerkennend. 
Am Ende habe ich es also doch noch geschafft. Ich hab den Müllmann geschlagen!
Verdammt noch mal, was bin ich stolz. Und wenn Ihr noch ein Weihnachtsgeschenk braucht...


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